Logo Kulturtreff Nord
Logo Literaturzentrum Nord
Logo Galeriehaus Nord
Literaturfest WortWärts



Literaturfest WortWärts 2020WortWärts 2020
14. bis 16. August 2020

Es durfte dann doch noch sein: Zum 15. Mal veranstaltet das Literaturzentrum Nord, KUNO e.V., in Nürnberg das Literaturfest WortWärts – mit Lesungen und Podiumsgespräch. Aufgrund der anhaltenden Gefahr durch das Corona-Virus wird sich WortWärts 2020 allerdings anders zeigen als in den Vorjahren. 
Auch wenn der Aufwand höher, die Sitzplatzkapazität jedoch um mehr als die Hälfte geschrumpft ist: Die Freude darüber, dass dieses Literaturfest überhaupt stattfinden kann, überwiegt. Die Auswahl der Autor*innen verspricht ein ausgewähltes, zeitgemäßes und besonderes Literaturerlebnis in luftigem Abstand.







WortWärts Workshop

WortWärts Podium

WortWärts Lesebühne

Was ist anders bei WortWärts 2020? Sitzplätze, Eintrittskarten, Zugang




Literaturfest WortWärts

Zu WortWärts 2020 gibt es ein detailliertes Programmheft, erhältlich ab Ende Juli im KUNO sowie an vielen Auslagestellen im Großraum.

Das Heft steht auch hier zum Download bereit.









Literaturfest WortWärts Logo

Logo Literaturzentrum Nord
WortWärts Workshop
Freitag 14. August 2020  17.30 – 20.30 Uhr
Abenteuerreise durch das eigene Zimmer
Prosa-Schreibwerkstatt mit Arwed Vogel
Arwed VogelDie eigenen Räume sind immer schon Thema der Literatur gewesen: Als Schutzraum, Rückzugsort, Ort des Glücks, aber auch der Verwandlung und des Schreckens. In diesem Frühling haben wir alle die eigenen Räume in neuer Weise erlebt. Diese Erlebnisse sind Ausgangspunkt für Imaginationen, die unser Erleben zum Ausdruck bringen. Wir verändern Zeit- und Raumdimensionen, finden Gefährten und erleben Gefahren, reisen fremd durch die eigene Welt. Es zeigt sich, wie wir ein Genre der Literatur als Folie nutzen können um einen eigenen literarischen Inhalt interessant darzustellen. Dazu gibt es theoretische Anmerkungen zur Gestaltung von literarischen Räumen und dem Genre der fiktiven Abenteuerreise.


Teilnahmegebühr 25 €.
Begrenzte Teilnehmerzahl.


Anmeldung erforderlich bis 13.8. Im Literaturzentrum Nord, KUNO e. V., Wurzelbauerstraße 29, 90409 Nürnberg, T. 0911-553387, 
literatur@kultur-nord.org






Literaturfest WortWärts Logo

Ort: Galeriehaus Nord, Wurzelbaurstraße 29
90409 Nürnberg

Mit Eintrittskarte Podium

Logo Literaturzentrum Nord
WortWärts Podium
Samstag 15. August 2020  19.00 Uhr
Nature Writing
Bis heute existiert in der deutschen Sprache kein Begriff für Nature Writing, das in der amerikanischen Literaturgeschichte verwurzelt ist. Ein Schlüsselwerk stammt von der Schriftstellerin Annie Dillard, die sich 1972 nach Virginia in die Blue Mountains und an die Ufer des Tinker Creek zurückzieht. Sie schildert ihre Naturerkundungen in dem sehr erfolgreichen Band Pilger am Tinker Creek, für den sie 1975 den Pulitzerpreis erhält. Auch in der deutschsprachigen Literatur gewinnt Nature Writing immer mehr an Bedeutung, angefangen von der Naturkundereihe der Herausgeberin Judith Schalansky, bis hin zu streitbaren Bestsellern über Bienen und Bäume. Das Podiumsgespräch wird sowohl auf die Geschichte der Naturliteratur eingehen als auch auf die Abgrenzung zur Blut-und-Boden-Naturmystik. Es fragt, welche Kriterien für die anerkannte Form des Nature Writing gelten und warum es sich heute so großer Beliebtheit erfreut.

Podiumsgäste
WortWärts Podium Nature WritingAmanda Lasker-Berlin, geboren 1994 in Essen, inszenierte mit 18 Jahren ihr erstes Theaterstück. Nach einem Studium der Freien Kunst an der Bauhaus-Universität in Weimar studiert sie aktuell Regie an der Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg in Ludwigsburg. Für ihr Drama Gelbe Wüste / Rosa Raum erhielt sie den ThOP-Nachwuchsdramatiker*innenpreis, ihr Stück Amazonen verrecken gewann 2019 den 3. Osnabrücker Dramatikerpreis. Für ihre Prosa erhielt sie 2016 den Jurypreis des Münchner Kurzgeschichten-Wettbewerbs und war 2017 Finalistin des Hattinger Förderpreises für junge Literatur. Elijas Lied ist ihr erster Roman und nominiert für den Debütpreis der lit.COLOGNE 2020.


Dr. Erik Schilling, Studium der deutschen, lateinischen und italienischen Philologie in München, Promotionsstudium in München und Stanford. Seit 2017 Privatdozent an der LMU München. 2018–20 (Senior) Associate bei McKinsey. Seit 2018 Mitglied der Jungen Akademie der Leopoldina sowie der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. 2020 Heinz-Maier-Leibnitz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG).


Leonhard F. Seidl, *1976, lebt in Fürth und im Taubertal und ist Schriftsteller, Journalist und Dozent für Kreatives Schreiben. Sein vierter Roman Fronten (2017, Edition Nautilus) wurde 2019 als Theaterstück uraufgeführt. Seidl ist Vorsitzender des Verbands deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller (VS), Mittelfranken und Mitglied des PEN. Er hat zahlreiche Preise und Stipendien erhalten. Falls er sich nicht in einer Selbstversorgerhütte ohne Strom aufhält (Austria Nationalpark Medienstipendium 2020) oder als Turmschreiber auf Burg Abenberg (2020) streift er durch das Taubertal und schreibt darüber. www.textartelier.de


Moderation: Dirk Kruse, Journalist, Autor, Kritiker und Moderator beim Bayerischen Rundfunk, Studio Franken.


Eintritt: 5 €




© zu den Fotos (von oben):
Michael Matthey, Erik Schilling, Iwona Lompart





Literaturfest WortWärts Logo

Ort: KUNO, Wurzelbaurstraße 29
90409 Nürnberg


Logo Literaturzentrum Nord
Lesebühne
Sonntag 16. August 2020  12.00-18.10 Uhr
WortWärts 2020
Open-Air-Lesungen und mehr
Das Literaturfest präsentiert mehrfach ausgezeichnete Autor*innen aus der Region und aus der ganzen Republik, sowie die Preisträger*innen des Wettbewerbs um den Fränkischen Preis für junge Literatur - 32. Literaturpreis der Nürnberger Kulturläden.

Open Air, bei schlechtem Wetter im Gemeindehaus-Saal der Ev. Luth. Kirchengemeinde Nürnberg-Maxfeld, Berliner Platz 20.



Begleitprogramm

Literaturcafé, Bücherstand der Buchhandlung Weidinger, Ausstellung mit Werken von Elizabeth Thallauer im Galeriehaus Nord.

Zu WortWärts 2020 erscheint ein detailliertes Programmheft, erhältlich ab Ende Juli im KUNO sowie an vielen Auslagestellen im Großraum. Darin und unter www.kultur-nord.org finden Sie auch den Zeitplan des Bühnenprogramms.




Programm


1. Programmteil

12.00 – 12.10 Uhr     Grußwort von Marcus König, Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg

12.15 – 12.45 Uhr     Poetisches Theater: Songs & Scenes

12.50 – 13.30 Uhr     Amanda Lasker-Berlin (FVA, Frankfurter Verlagsanstalt)

13.35 – 14.15 Uhr     Leif Randt (Verlag Kiepenheuer & Witsch)


Pause 14.15 – 14.30 Uhr


2. Programmteil

14.30 – 15.10 Uhr    Svenja Graefen (Ullstein Verlag)

15.15 – 15.45 Uhr    Lisa Neher, Andreas Thamm, Carolin Wabra, Stefan Besner
                               (32. Fränkischer Preis für junge Literatur)

15.50 – 16.30 Uhr    Benjamin Quaderer (Luchterhand Verlag)


Pause 16.30 – 16.45 Uhr


3. Programmteil

16.45 – 17.25 Uhr     Christopher Kloeble (Deutscher Taschenbuch Verlag)

17.30 – 18.10 Uhr     Anna Katharina Hahn (Suhrkamp Verlag)









Poetisches Theater

Mit Eintrittskarte für den 1. Programmteil

Lesebühne 12.15 - 12.45 Uhr
Poetisches Theater
Songs & Scenes / Ten Years After
Derzeit nimmt das Ensemble des Poetischen Theaters ein Hörbuch mit knapp vierzig Tracks auf. Alle Lieder und Szenen dafür hat es zu seinen Theaterstücken in den letzten zehn Jahren geschrieben und komponiert. Dabei akzentuieren die szenischen Snapshots die Inhalte der Lieder und geben ihnen zuweilen unerwartete Bedeutungsvarianten. 
Die Bühnenpoeten bringen einen Ausschnitt aus dieser künstlerischen Arbeit zu Gehör. In ihrem Medley erklingen poetische Sehnsuchts- und Traumbilder, aber sie nehmen auch Bezug auf aktuelle gesellschaftspolitische Querelen. Der angeschlagene Ton changiert vom bekannten Volkslied über eigens komponierte Chansons und Bänkelgesänge.


Zu Wortwärts treten auf (v.l.n.r.):
Vincent E. Noel
, Jennifer Heep, Katharina Lucas, Michael LöselSusanne Rudloff, Peter Riedel, Holger Trautmann.


© zu den Fotos (v.l.n.r.):
Uwe Niklas, Lisa Trautmann, Roland Merbig, Uwe Niklas, Michaela Moritz




Mit Eintrittskarte für den 1. Programmteil

Lesebühne 12.50 - 13.30 Uhr
Amanda Lasker-Berlin
Elijas Lied
Amanda Lasker-BerlinElija ist die älteste der Schwestern, ihre Augen, von einer großen Lidfalte beschützt, blicken auf das Schöne in der Welt. Sie liebt das Theater, wenn sie die Hagar spielt, die in die Wüste geschickt wird, allein mit einem Kind im Bauch. Auf der Bühne kann Elija Mutter sein, in echt kann sie das nicht. Noa jobbt in einer Kantine. Jeden Tag hofft sie auf Akim, der hoch oben in dem Glasturm mit Elbblick arbeitet. Sie können über vieles sprechen, die Exmatrikulation, ihre Ostasienreisen, nur nicht darüber, wohin sie geht, wenn ihre Schicht in der Kantine vorbei ist. Loth, die Jüngste, ist schön wie eine Statue. Und sie ist wütend. Bei Demos wird sie als Nazi beschimpft, sie selbst hält die Linken für Meinungsfaschisten. Sie ist in die patriotische Hausgemeinschaft in Halle gezogen, um zu kämpfen. Die Wanderung war Loths Idee. Die Idee, noch einmal Schwestern zu sein. Das Moor zu durchqueren und auf dem Berg das Lied zu singen, das ihr Vater für sie gedichtet hat. Doch wie die Schwestern ist auch das Moor nicht mehr dasselbe. Einen Tag verbringen sie zusammen, allein mit sich und den Erinnerungen, die selbst das Moor nicht schlucken kann, mit all dem Morast und Torf, und es gibt nichts, was Halt verspricht.

Amanda Lasker-Berlin, geboren 1994 in Essen, inszenierte mit 18 Jahren ihr erstes Theaterstück. Nach einem Studium der Freien Kunst an der Bauhaus-Universität in Weimar studiert sie aktuell Regie an der Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg in Ludwigsburg. Für ihr Drama Gelbe Wüste / Rosa Raum erhielt sie den ThOP-Nachwuchsdramatiker*innenpreis, ihr Stück Amazonen verrecken gewann 2019 den 3. Osnabrücker Dramatikerpreis. Für ihre Prosa erhielt sie 2016 den Jurypreis des Münchner Kurzgeschichten-Wettbewerbs und war 2017 Finalistin des Hattinger Förderpreises für junge Literatur. Elijas Lied ist ihr erster Roman und nominiert für den Debütpreis der lit.COLOGNE 2020.


© Foto: Michael Matthey




Mit Eintrittskarte für den 1. Programmteil

Lesebühne 13.35 - 14.15 Uhr
Leif Randt
Allegro Pastell
Leif RandtLeif Randt erzählt vom Glück. Von Tanja und Jerome, von Wirklichkeit und Badminton, von idealen Zuständen und den Hochzeiten der anderen. Eine Lovestory aus den späten Zehnerjahren. Tanja Arnheim, deren Debütroman PanoptikumNeu Kultstatus genießt, wird in wenigen Wochen dreißig. Mit Blick auf den Berliner Volkspark Hasenheide wartet sie auf eine explosive Idee für ihr neues Buch. Ihr fünf Jahre älterer Freund, der gefragte Webdesigner Jerome Daimler, bewohnt in Maintal den Bungalow seiner Eltern und versucht sein Leben zunehmend als spirituelle Einkehr zu begreifen. Die Fernbeziehung der beiden wirkt makellos. Sie bleiben über Text und Bild eng miteinander verbunden und besuchen sich für lange Wochenenden in ihren jeweiligen Realitäten. Jogging durchs Naturschutzgebiet und Meditation im südhessischen Maintal, driftende Dauerkommunikation und sexpositives Ausgehen in Berlin – Jerome und Tanja sind füreinander da, jedoch nicht aneinander verloren. Eltern, Freund*innen und depressive Geschwister spiegeln ihnen ein Leid, gegen das Tanja und Jerome weitgehend immun bleiben. Doch der Wunsch, ihre Zuneigung zu konservieren, ohne dass diese bieder oder schmerzhaft existenziell wird, stellt das Paar vor eine große Herausforderung.

Allegro Pastell ist die Geschichte einer fast normalen Liebe und ihrer Transformationen. Ein Roman in drei Phasen, beginnend im Rekordfrühling 2018

Leif Randt, geboren 1983 in Frankfurt a.M., schreibt vorwiegend Prosa. Bereits erscheinen sind die Utopien Planet Magnon (2015), Schimmernder Dunst über CobyCounty (2011) und der London-Roman Leuchtspielhaus (2009). Seit 2017 co-kuratiert er das PDF- und Video-Label tegelmedia.net


© Foto: Zuzanna Kaluzna




Mit Eintrittskarte für den 
2. Programmteil

Lesebühne 14.30 - 15.10 Uhr
Svenja Graefen
Freiraum
Svenja GraefenEigentlich führen Vela und Maren eine glückliche Beziehung, sie hegen einen gemeinsamen Kinderwunsch. Aber all ihre Träume zerbröseln zunehmend an den Anforderungen der Großstadt. Maren will ausbrechen und ein alternatives Leben führen; am Rande der Stadt, in einem Haus mit vielen anderen, ohne Mieterhöhungen und permanente Konkurrenz. Hier kreist alles um Theo. So wie er versuchen Vela und Maren ihren Platz zwischen Hoffnung und Zukunftsangst zu finden – aber Vela spürt immer mehr, dass in dieser Gemeinschaft etwas nicht stimmt.


Svenja Gräfen, geboren 1990 und aufgewachsen in Rheinland-Pfalz, ist Schriftstellerin und feministische Aktivistin. Sie steht mit Texten auf der Bühne, hält Vorträge und leitet Workshops. 2018 wurde sie zum Klagenfurter Literaturkurs eingeladen und ist Alfred-Döblin-Stipendiatin der Akademie der Künste Berlin. Sie lebt in Leipzig und Berlin. Freiraum ist nach Das Rauschen in unseren Köpfen ihr zweiter Roman.


© Foto: Constantin Timm




Mit Eintrittskarte für den 
2. Programmteil

Lesebühne 15.15 - 15.45 Uhr
Lisa Neher, Andreas Thamm, 
Carolin Wabra, Stefan Besner

32. Fränkischer Preis für junge Literatur
32. Fränkischer Preis für junge LiteraturInternet-Event statt Live-Bühne: Der 32. Fränkische Preis für junge Literatur wurde in diesem Jahr im Rahmen einer kurzweiligen, gut besuchten Online-Veranstaltung über Zoom und Facebook vergeben.


Der mit 600 € dotierte 1. Preis ging an die 25-jährige Nürnbergerin Lisa Neher. Sie überzeugte die Jury mit ihrer Kurzgeschichte Venus – Yeah baby, she’s got it. Der Text über eine alternde Kassiererin im Supermarkt changiert originell zwischen Cluburlaub, vergänglicher Schönheit und einem kriminellen Geheimnis.


Mit dem 2. Preis (400 €) ausgezeichnet wurde der 30-jährige Nürnberger Andreas Thamm. Sein Text Mentale Fitness verbindet die Welt der Fitnessstudios mit prekären Familienzusammenhängen.


Einen 3. Preis (je 250 €) gab es für die 30-jährige Carolin Wabra aus Nürnberg für Katja und den 28-jährigen Stefan Besner aus Spalt für Korinths Herrscher.




Mit Eintrittskarte für den 
2. Programmteil

Lesebühne 15.50 - 16.30 Uhr
Benjamin Quaderer
Für immer die Alpen
Benjamin QuadererStaatsfeind Nummer 1 zu sein ist nicht leicht. Das gilt auch dann, wenn dieser Staat einer der kleinsten der Erde ist: das Fürstentum Liechtenstein. Johann Kaiser, Sohn eines Fotografen, Weltenbummler, Meister der Manipulation, lebt unter falschem Namen an einem unbekannten Ort. Mit dem Verkauf gestohlener Kundendaten einer großen Bank hat er so gut verdient, dass es sich unbesorgt leben ließe – wären da nicht die Verleumdungen aus seiner Heimat, die aus ihm einen Verräter machen wollen. Im Versuch, die Deutungshoheit über sein Leben zurückzuerlangen, greift Johann zu Stift und Papier. 


Benjamin Quaderer hat einen tollkühnen Debütroman geschrieben über die Macht des Geldes und die Macht des Erzählens. Das Porträt eines Hochstaplers, der die Gesellschaft spiegelt, die er betrügt.


Benjamin Quaderer, geboren 1989 in Feldkirch, Österreich, und aufgewachsen in Liechtenstein, studierte Literarisches Schreiben in Hildesheim und in Wien. Er war Mitherausgeber der Literaturzeitschrift „BELLA triste“ und Teil der künstlerischen Leitung von „PROSANOVA 2014 – Festival für junge Literatur“. Für immer die Alpen ist sein erster Roman. Für einen Auszug daraus erhielt er den 2. Preis beim Open Mike 2016 und ein Arbeitsstipendium des Berliner Senats.


© Foto: Jens Oellermann





Mit Eintrittskarte für den 3. Programmteil
Lesebühne 16.45 - 17.25 Uhr
Christopher Kloeble
Das Museum der Welt
Christopher KloebleEin großer Abenteuerroman und ein unvergesslicher Held. Bartholomäus ist ein Waisenjunge aus Bombay, er ist mindestens zwölf Jahre alt und spricht fast ebenso viele Sprachen. Als Übersetzer für die deutschen Brüder Schlagintweit, die 1854 mit Unterstützung Alexander von Humboldts zur größten Forschungsexpedition ihrer Zeit aufbrechen, durchquert er Indien und den Himalaya. Bartholomäus verfolgt jedoch einen ganz eigenen Plan: Er selbst möchte das erste Museum seines großen und widersprüchlichen Landes gründen. Dafür riskiert er alles, was ihm etwas bedeutet, sogar sein Leben. 


Christopher Kloeble wuchs in Oberbayern auf und studierte am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Er erhielt zahlreiche Stipendien und Auszeichnungen, unter anderem den Literaturpreis der Jürgen Ponto-Stiftung für das beste Romandebüt 2008, Unter Einzelgängern, und für das Drehbuch zu Inklusion den ABU-Prize für das beste TV-Drama. Er war Gastprofessor in Cambridge (GB) sowie an diversen Universitäten in den USA, zuletzt am Dartmouth College. 2012 veröffentlichte er viel beachtet den Roman Meistens alles sehr schnell, der u.a. auch in Israel und den USA erschien. Derzeit arbeitet er an der Verfilmung. Kloeble lebt in Berlin und Delhi.


© Foto: Christine Fenzl





Mit Eintrittskarte für den 3. Programmteil
Lesebühne 17.30 - 18.10 Uhr
Anna Katharina Hahn
Aus und davon
Anna Katharina HahnUm Himmelswillen, wo bleibt der Junge? Als ihr kleiner Enkel Bruno nicht zum Essen kommt, meint Elisabeth, die Kontrolle über ihr Leben zu verlieren. Ihre Tochter Cornelia hat sich von ihrem Mann getrennt und nimmt eine »Auszeit« in Pennsylvania. Stella, Brunos hinreißende ältere Schwester, treibt sich mit ihren Peers irgendwo in der Stadt herum. Und Bruno ist einfach weg. Unerreichbar. Einmal noch wollte Elisabeth Verantwortung übernehmen, Cornelia vier Wochen lang alles abnehmen, ohne Wenn und Aber. Doch seit dem Schlaganfall ihres Mannes ist der alte Schwung hin, und helfen kann ihr keiner. Anna Katharina Hahn entfaltet ein weites Panorama zwischen den Generationen, die einander immer weniger zu sagen haben. Da sitzt Elisabeth mit ihren Enkeln in Stuttgart, dessen Überfluss nicht mehr zu den Nöten der Menschen in ihrer Umgebung zu passen scheint. Auf der anderen Seite meldet sich ihre Tochter aus dem flirrenden Manhattan oder den Weiten eines provinziellen Hinterlands. Durch Bilder und Textnachrichten, die um die halbe Welt geschickt werden, scheint das alles irgendwie zusammenzuhängen. Doch was nützt das, wenn ein Kind nicht nach Hause kommt? Aus und davon ist der Familienroman des 21. Jahrhunderts.


Anna Katharina Hahn, geboren 1970, gilt als eine der wichtigsten literarischen Stimmen ihrer Generation. 2009 erschien ihr Longseller Kürzere Tage, der auch ins Englische und Finnische übersetzt wurde. Ihr Roman Am Schwarzen Berg stand 2012 auf der Shortlist für den Preis der Leipziger Buchmesse und auf Platz 1 der SWR-Bestenliste. 2016 erschien Das Kleid meiner Mutter. Die Recherchen für Aus und davon führten sie in die USA und nach Mainz, wo sie 2018 die renommierte Stelle als Stadtschreiberin innehatte. Zugleich zeigt sie in ihrem neuen Roman ein unbekanntes Stuttgart, fern aller Klischees von der satten Schwabenmetropole.


© Foto: Heike Steinweg






Hinweis: Das Bühnenprogramm am Sonntag, den 16.8. ist in allen drei Teilen ausverkauft!
Für das Podiumsgespräch am 15.8. sind noch
Restkarten an der Abendkasse erhältlich. [Stand: 15.8., 17:15 Uhr]



Was ist anders bei WortWärts 2020?
Informationen zu Entrittskarten, Sitzplätzen, Zugang zu den Veranstaltungen

WortWärts 2020 kann  - im Vergleich zu den vergangenen Jahren -nur mit Einschränkungen und Änderungen im Programmablauf durchgeführt werden. Wir danken für Ihre Mithilfe und Ihr Verständnis im Sinne eines bestmöglichen Gelingens der Veranstaltung.

Reduziertes Sitzplatzangebot
Die Einschränkungen durch Corona wirken sich verschiedentlich auf das Literaturfest aus. So stehen nur etwa 50 Sitzplätze zur Verfügung - sowohl auf dem Open-Air-Gelände als auch (bei schlechtem Wetter) im Ausweichsaal.

Drei Programmteile am Sonntag
Das sonntägliche Bühnenprogramm wurde in drei Programmteile gegliedert. Sie können für jeden Teil eine Eintrittskarte erwerben, nach Wunsch auch zwei oder alle drei Karten zusammen. Diese Aufteilung ist für die organisatorische Durchführung des Literaturfest notwendig geworden. Sie soll zudem möglichst vielen Literaturbegeisterten die Möglichkeit eröffnen, zumindest einen Teil des Programms zu genießen. Wir bitten deshalb um Verständnis dafür, dass in diesem Jahr keine Tageskarte für das Gesamtprogramm angeboten wird.

Kartenvorverkauf - keine Reservierungslisten
Die Eintrittskarten zu WortWärts 2020 können im Vorverkauf erworben werden. Restkarten sind - soweit verfügbar - an der jeweiligen Tageskasse erhältlich. Einfache Reservierungen per Telefon oder Mail sind leider nicht möglich.

Details zum Kartenerwerb
Es gibt separate Karten für das Podiumsgespräch am Samstag und für die drei Programmteile der Open-Air-Lesebühne am Sonntag. Den Karten sind nummerierte Sitzplätze zugewiesen.

Für den Vorverkauf stehen folgende Wege zur Verfügung:

- Direkter Kauf im KUNO-Büro während der Öffnungszeiten. (ggf. erfragen unter
T. 0911-55 33 87). Im KUNO ist nur Barzahlung möglich.
- telefonische Kartenbestellung unter 0911-55 33 87
- Kartenbestellung per E-Mail unter literatur@kultur-nord.org
Bitte teilen Sie mit, für welche Veranstaltung bzw. Programmteile Sie wieviele Karten erwerben möchten. Bitte teilen Sie auch mit, ob Sie ggf. nebeneinander sitzen möchten (im Einklang mit dem gültigen Corona-Bestimmungen).
Bezahlen können Sie die Karten per Überweisung oder über PayPal. Nach Bestellung erhalten Sie die Zahlungsinformationen mitgeteilt.
Die Karten werden
an der Tageskasse namentlich hinterlegt. Auf Wunsch können wir Ihnen die Karten auch per Post zusenden. Bitte dann Postadresse angeben.

Keine Online-Tickets
Auf das Angebot von Online-Tickets muss in diesem Jahr verzichtet werden. Nicht nur die Gebühren von ca. 1,50 € pro Karte wären unverhältnismäßig hoch. Auch hätten wir auf die Schnelle einen starren (und kostenpflichtigen) Online-Sitzplan erstellen müssen. Die Flexibilität bei Anmeldung von mehreren Personen aus einem Haushalt wäre verloren gegangen, die Zahl der Sitzplätze wäre noch geringer gewesen.

Zugang zu den Veranstaltungen
Der Zugang zu den Veranstaltung bzw. zum Festgelände ist erst 30 Minuten vor der gebuchten Veranstaltung bzw. Programmteil möglich. Bitte beachten Sie die vorgegebenen Laufwege und Hygienebestimmungen. Sofern sich bis zu WortWärts 2020 keine Änderungen ergeben, muss beim Bewegen auf dem Gelände eine Mund-Nase-Bedeckung getragen werden. Auf den Sitzplätzen im Freien kann die Maske abgenommen werden. Die nummerierten Sitzplätze dürfen nicht ohne Absprache mit dem Veranstalter gewechselt werden. Der längere Aufenthalt auf dem KUNO-Gelände ist nach der Veranstaltung bzw. Programmteil nicht möglich.





Literaturfest WortWärts

Zu WortWärts 2020 gibt es ein detailliertes Programmheft, erhältlich ab Ende Juli im KUNO sowie an vielen Auslagestellen im Großraum.

Das Heft steht auch hier zum Download bereit.